Entwicklung der Stoffwechseltypen

Entwicklung der Stoffwechseltypen

Nicht für jeden von uns ist jedes Lebensmittel gleich gut verträglich und geeignet. Das hängt davon ab, welchem Stoffwechseltyp Sie angehören – dem Eiweißtyp, dem Kohlenhydrattyp oder dem Mischtyp.
Vor etwa 2,5 Millionen Jahren haben sich die Menschen als Nomaden von erlegtem Wild, Fischfang und von wild wachsenden Früchten und Beeren ernährt. Das Nahrungsangebot war nicht immer reichlich und so hat der Körper als eine Art Überlebensstrategie überschüssige Kalorien in Fettdepots für Notzeiten angelegt. Ihr Stoff-wechsel war entsprechend ihrer Ernährung hauptsächlich auf Eiweiß ausgerichtet. Das Leben war beschwerlich, die Menschen legten täglich bis zu 20 Kilometer für die Nahrungsbeschaffung zurück und verfügten deshalb über eine auf Ausdauer angelegte Muskulatur, die viel Fett verbrannte.


Vom Nomaden zum Ackerbauer
Vor ungefähr 10.000 Jahren wurden die Menschen allmählich sesshaft. Sie ließen sich als Ackerbauern nieder und bauten Getreide und Gemüse an. Erstmals hatten die Menschen dieser Zeit das ganze Jahr über zu essen, denn das Korn war haltbar und so gab es auch in der Winterzeit genug Nahrung. Über tausende von Jahren hat sich bei einem Teil dieser Menschen der Stoffwechsel von der eiweißreichen Kost der Nomaden auf die kohlenhydratreiche Kost der Ackerbauern umgestellt. Die Arbeit auf dem Feld war schwer und deshalb verfügte der Ackerbauer über eine auf Kraft ausgerichtete Muskulatur, die als Energie viele Kohlenhydrate benötigte.

Krank durch Fastfood und fehlende Bewegung
Seit etwa 100 Jahren haben sich die Ernährungsweise und der Lebensstil unserer heutigen Zivilisationsgesellschaft dramatisch verändert. Nicht Wild, Fisch, Körner oder Gemüse sind Hauptbestandteil unserer Ernährung, sondern Fastfood, Süßigkeiten und raffinierte Produkte. Statt 20 Kilometer täglich zu gehen oder Schwerstarbeit auf dem Feld zu verrichten, sitzen wir den ganzen Tag am Schreibtisch. Und damit treten auch die so genannten Zivilisationskrankheiten auf wie Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Erhöhung der Blutfette, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vieles mehr.

Die Natur braucht Zeit
Unser Stoffwechsel kann sich diesem modernen Nahrungsüberangebot in dieser kurzen Zeit nicht anpassen. Die Natur ist auf lange Sicht ausgerichtet und so haben auch heute noch etwa ein Drittel aller Menschen den Eiweiß-Stoffwechsel der Nomaden und genau so viele den Kohlenhydrat-Stoffwechsel der Ackerbauern. Das restliche Drittel besitzt einen Mischstoffwechsel vom Eiweiß- und Kohlenhydrattyp.

Das Problem ist nun, dass wir unseren genetisch veralterten Stoffwechsel nicht verändern können. Damit bleibt uns nur eines übrig: Wir müssen unsere Ernährungsgewohnheiten und unseren Lebensstil dem Stoffwechseltyp, dem wir angehören, anpassen.

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